Guter Tanzunterricht entsteht durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Meine Aufgabe ist es, Bewegungen verständlich zu erklären, aufmerksam zu beobachten und hilfreiche Korrekturen zu geben. Deine Aufgabe besteht nicht darin, sofort perfekt zu sein, sondern regelmäßig zu üben, und dir Zeit für deine Entwicklung zu geben. Einige gemeinsame Grundsätze helfen dabei, dass sich alle Teilnehmerinnen wohlfühlen und konzentriert lernen können.
Komm möglichst pünktlich, damit du das Warm-up nicht verpasst und die Gruppe gemeinsam beginnen kann. Falls du eine Stunde nicht besuchen kannst, ist eine kurze Nachricht hilfreich. Sie ermöglicht mir, den weiteren Aufbau besser zu planen, besonders wenn wir an einer Choreografie oder Aufstellung arbeiten.
Während eine Übung läuft, lohnt es sich, sie mehrfach auszuprobieren. Eine Bewegung wird selten durch einmaliges Zuschauen sicher. Wiederholung gibt deinem Körper Gelegenheit, eine neue Koordination zu verstehen. Fehler gehören dazu und sind keine Unterbrechung des Lernens, sondern ein Teil davon. Wenn du an einer Stelle nicht weiterkommst, frage bitte nach. Häufig hilft eine andere Erklärung.
Persönliche Korrekturen behandle ich als fachliche Unterstützung. Ich erkläre möglichst konkret, welcher Körperbereich beteiligt ist und welche Veränderung du versuchen kannst. Gleichzeitig respektiere ich körperliche Grenzen. Bitte informiere mich über relevante Einschränkungen; bei Schmerzen oder medizinischen Fragen ist eine fachärztliche oder therapeutische Abklärung erforderlich.
Auch fortgeschrittene Tänzerinnen arbeiten regelmäßig an Grundlagen. Haltung, Gewichtsverlagerung und saubere Basisbewegungen bleiben wichtig, weil sie die Qualität komplexerer Kombinationen bestimmen. Wiederholte Basics sind deshalb kein Rückschritt. Oft erkennt eine erfahrene Tänzerin darin mehr Details als zu Beginn. Viele meiner fortgeschrittenen Schülerinnen besuchen sehr gern auch Workshops, wo sie speziell auch einfachere Tänze lernen, um die Grundlagen zu festigen, aber auch aus reinem Spaß.
Ein respektvoller Umgang gilt ebenso innerhalb der Gruppe. Wir vergleichen keine Figuren, machen keine abwertenden Bemerkungen und veröffentlichen keine Fotos oder Videos anderer Teilnehmerinnen ohne deren Einverständnis. Jede Frau darf lernen, ohne beobachtet oder bewertet zu werden. Gleichzeitig wünsche ich mir Aufmerksamkeit, wenn ich etwas erkläre, damit die gemeinsame Unterrichtszeit gut genutzt wird.
Mein Ziel ist eine Atmosphäre, in der Freude und Konzentration zusammengehören: freundlich, weiblich und gemeinschaftlich, aber zugleich klar und fachlich fundiert.
Die wichtigsten Tipps einmal kurz zusammengefasst:
- Verlasse dich auf das Urteil deiner Lehrerin, ihre Methoden, ihr Wissen und ihren Rat.
- Sei bereit immer an den Basics zu arbeiten, es ist das Wichtigste überhaupt.
- Bei Krankheit bleib Zuhause. Niemand möchte angesteckt werden.
- Sei rechtzeitig da, d.h. 5-10 Minuten vor Unterrichtsbeginn und bei Beginn des Unterrichts bist du umgezogen und tanzbereit.
- Such dir einen Platz, bei dem deine Mitschülerinnen nicht eingeengt werden.
- Trage enganliegende Trainingsbekleidung, damit deine Lehrerin deine Haltung sehen und korrigieren kann. Verzichte auf laute Klimpertücher – deine Mitschülerinnen werden es Dir danken.
- Kaugummikauen sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch gefährlich (Verschluckungs-/Erstickungsgefahr!).
- Du hast das Recht, Fehler zu machen! Keiner erwartet Perfektion von dir. Entschuldige dich nicht für deine Fehler.
- Freue dich über Korrekturen deiner Lehrerin! Sie helfen dir, besser zu werden und bringen dich weiter.
- Sei geduldig mit dir! Auch deine Lehrerin hat nicht alles an einem Tag gelernt 😉
- Eine Rückfrage zu einer Schrittfolge o.ä. ist keine Störung!
- Überlasse das Korrigieren der Lehrerin und korrigiere nicht selber deine Mitschülerinnen. Versuch lieber deine eigenen Fehler zu verbessern!
- Frag deine Lehrerin, wenn du etwas nicht verstanden hast – nicht deine Mitschülerinnen.
- Versuch Korrekturen zu behalten und umzusetzen, so dass die Lehrerin nicht jede Woche dieselben Fehler korrigieren muss.
- Bleib nach einem Fehler nicht ratlos stehen, sondern fädel dich wieder ein.
- „Das kann ich nicht“ gibt es nicht und sollte aus deinem Wortschatz gestrichen werden. Jede Übung ist erlernbar.
- Bedanke dich bei deiner Lehrerin, wenn Sie die Zeit investiert um euch ein Skript zu geben, ein Video zu erstellen oder Kursmusik rausgibt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und immer mit zusätzlicher Arbeitszeit verbunden.
- Wenn du eine Stunde versäumen wirst, sag deiner Lehrerin vorher Bescheid, so dass sie besser planen kann.

